Von Robert DeVoe

 

Krytowährungen haben ein ernsthaftes Problem. Jeden Tag werden Netzwerke wie die von Bitcoin und Litecoin mehr und mehr zentralisierter. Mining, welches im industriellen Rahmen von statten geht, legt die Kontrolle über das Netzwerk in die Hände weniger. Individuelle Miner müssen sich in Mining-Pools zusammenschließen um wettbewerbsfähig zu bleiben und die Pools selbst tragen so zur Zentralisierung des Netzwerkes bei.

 

Zentralisierung führt zu einer gesteigerten Verwundbarkeit und erhöht das Risiko von Netzwerk-Attacken. Mining wird so schnell zu einem Problem anstatt eine Lösung zu sein; bekannte Köpfe in der Community sprechen sich bereits dagegen aus. Ein Krytoprojekt arbeitet hart daran, eine echte Lösung für das Problem anzubieten. Dieses Projekt ist PIVX.

 

In diesem Artikel schauen wir uns die größten Risiken an, welche Krytowährungen wie Bitcoin ausgesetzt sind und welche innovativen Lösungen das Team hinter PIVX dafür hat.

 

Bitcoin-Mining verbraucht zu viel Energie

 

Es ist bekannt, dass Bitcoin-Mining zunehmend mehr Energie verbraucht. Man geht davon aus, dass Mining derzeit so viel Elektrizität verbraucht, wie Dänemark.

 

Das ist so, weil das Mining voraussetzt, dass energiehungrige Rechner 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche betrieben werden. Jedes Gerät – wie zum Beispiel der Bitmain S9 – verbraucht bis zu 1400W an Elektrizität.

 

Mining wird heute in der Regel von gigantischen, industriellen Unternehmungen betrieben. Ein beliebter Ort für solche Unternehmungen ist Island. Die Regierung von Island warnte bereits, dass der endlose Hunger nach Energie die Energie-Ressourcen zum Versiegen bringen könnte.

 

Was ist die Lösung für den Energiehunger? Bei PIVX gibt es kein Mining. Anstatt dessen wird eine weiterentwickelte Version von Proof-Of-Stake eingesetzt. Vereinfacht gesagt, kann jeder User Einheiten von PIVX kaufen, diese halten und damit Vergütungen verdienen (“staking”). Wenn ein User seine PIV in einer Online-Wallet hält und dabei der Computer an ist, bleibt dieser kontinuierlich mit dem Netzwerk synchronisiert und hilft so, Transaktionen zu übertragen und zu verifizieren.

 

Bei PIVX wird jede Minute ein neuer Block generiert. Mit jedem Block wird eine Vergütung in Form von PIV an denjenigen “Staker” ausgegeben, der den Block validiert hat; die Zuweisung des Blocks geschieht in einer Art Lotterie. Diese Art des “Minings” ist der von Bitcoin und anderen Kryptowährungen mit Proof-Of-Work vorzuziehen, weil es nicht mehr Energie benötigt, als einfach lediglich einen normalen Computer zu betreiben. Es benötigt auch keine spezielle und teure (und schnell alt werdende) Hardware.

 

Vereinfacht gesagt, wird PIVX nie eine Energiekrise haben, weil das Netzwerk im Grunde keine Energie verbraucht. Es wird geschätzt, dass die Energie, welche das Netzwerk benötigt, mit einer Windkraftanlage produziert werden kann.

 

Das Phantom vom Bitmain und der Mann dahinter

 

Ein weiteres, beliebtes Land für groß angelegtes Bitcoin-Mining ist China. Das liegt auch daran, dass die meiste Mining-Hardware heutzutage in China hergestellt wird. Dort gibt es auch einige Gegenden, die mit sehr niedrigen Energie- und Infrastrukturkosten aufwarten können.

 

Die größte dieser Unternehmungen wird von dem weltgrößten Hersteller von Mining-Hardware betrieben, Bitmain. Bitmain stellt nicht nur die Mining-Hardware her, welche den Großteil des Netzwerkes betreibt, sie betreiben auch selbst gigantische Mining-Farmen mit zehntausenden Maschinen.

 

Der Miteigentümer von bitcoin.org und bitcointalk.org, bekannt als Cøbra, hat aus diesem Grund ein Paper veröffentlicht, in welchem er über seine Sorgen und die Risiken der Zentralisierung des Bitcoin-Minings durch Bitmain schreibt. Cøbra schreibt:

 

“Mehr und mehr der “Hashrate” des Netzwerkes ist in der Hand eines Mannes [Jihan Wu] und seiner Firma [Bitmain] konzentriert. Die Sicherheit unseres Netzwerkes ist im Grunde abhäng von seinem Wohl und unserer Fähigkeit, darauf eine Antwort zu finden. Jeden Tag werden sie stärker.”

 

Desweiteren warnt Cøbra vor politischen Implikationen: “Bitmain ist in einer Position, in der die Chinesische Regierung jederzeit sein Unternehmen übernehmen kann; etwas was sie ohne Zweifel tun könnten, wenn Bitcoin groß genug wird, um geopolitisch ausgenutzt zu werden.”

 

Durch das Design von PIVX und der Tatsache, dass das Netzwerk nicht durch tausende, teurer Mining-Rechner betrieben wird, kann so etwas bei PIVX nicht passieren. Das Proof-Of-Stake-Modell erlaubt es jedem mit einem handelsüblichen Computer und ein paar PIV am Netzwerk teilzuhaben. Dies führt zu einer breiten Dezentralisierung und zu einer geringeren Anfälligkeit gegenüber Angriffen, die auf einen einzelnen Punkt abzielen.

 

PIVX macht es für eine Person oder ein Unternehmen unmöglich, das Netzwerk zu dominieren. Der Grund hierfür ist, dass eine Netzwerkdominanz voraussetzen würde, dass jemand fast alle PIV besitzt (fast 99% des Angebotes).

 

ASIC-Mining führt zur Zentralisierung

 

Bei Kryptowährungen die ASIC-Mining ermöglichen, ist eine Zentralisierung durch Proof-Of-Work unausweichlich. Heutzutage wird Bitcoin-Mining fast ausschließlich durch zentralisierte Unternehmungen betrieben. Diese Unternehmungen beinhalten große Miner und Mining-Pools die von kleinen Minern in eine zentrale Ressource bündeln.

 

Auch wenn das Thema Zentralisierung von Mining für einige ein kontroverses Thema ist, ist es eine nachvollziehbare Logik, dass je zentraler etwas ist, es umso einfacher ist, es zu beeinflussen. Zentralisierte Services sind weitaus verwundbarer für Angriffe, wie eine klassische 51%-Attacke, vor der uns Experten seit Jahren warnen.

 

Die beliebte Kryptowährung Dash ist derzeit einer solchen Gefahr ausgesetzt. Laut dem Mining-Pool-Betreiber P2Pool Mining werden rund 50% aller Blocks in der Dash-Blockchain durch einen einzigen durch Bitmain kontrollierten Pool geschürft. Der Pool-Betreiber ist zwar sehr vorsichtig, was seine Aussagen angeht, weist aber darauf hin, dass hier eine gefährliche Situation entsteht.

 

In dem Statement von P2Pool Mining wird darüber spekuliert, dass diese Probleme anfingen, als Bitmain einen Dash-kompatiblen X11 ASIC-Miner veröffentlichte. Im speziellen, den Antminer D3.

 

Zentralisierung von Mining kann zu so einem großen Problem werden, dass einige Proof-Of-Work-basierte Kryptowährungen ihre Netzwerke so strukturieren, dass sie resistent gegen ASIC-Mining sind. Aber wenn die Anreize hoch genug sind, kann offenbar ein ASIC für jede Währung entwickelt werden.

 

Litecoin zum Beispiel wurde für den Algorithmus Scrypt entwickelt, sodass Bitcoin-ASICs keine Litecoin minen können. Allerdings entwickelte Bitmain einen Scrypt-kompatiblen ASIC-Miner, den Antminer L3.

 

PIVX ist allerdings komplett immun gegenüber Eingriffe durch ASIC Mining-Hardware. Es ist auch immun gegen eine 51%-Attacke. Eine solche Attacke würde bedeuten, dass jemand 99% aller PIVX besitzen müsste.

 

Zusammenfassung

 

Was bedeutet das alles? Kryptowährungen wie Bitcoin, Litecoin und Dash sind wachsenden Problemen ausgesetzt. Diese sind: steigende Energiekosten und erhöhter Energieverbrauch, die Zentralisierung des Minings und eine Firma, die fast ein Monopol im Bereich ASIC-Mining-Hardware hat.

 

PIVX wurde mit Hinblick auf ein paar Ziele entwickelt. Eines der wichtigsten Ziele war es, eine Kryptowährung zu etablieren deren Netzwerk maximal dezentralisiert ist und somit nicht angreifbar ist. Im letzten Jahr hat PIVX zudem einige sehr gute Features rund um Anonymität eingeführt. Damit ist das Projekt ebenbürtig mit anderen sogenannten “Privacy-Coins” und in vielen Aspekten ist es besser als diese. Des Weiteren ist PIVX die einzige Kryptowährung, die Anonymität und Proof-Of-Stake-Mining kombiniert.

 

2018 wird ein besonderes Jahr für PIVX; ein Dutzend neuer Features stehen auf der Roadmap. Während Bitcoin und andere Kryptowährung weiterhin versuchen, ihre bestehenden Probleme zu lösen, entwickelt sich PIVX zur fortschrittlichsten Kryptowährung am Markt.